Wechselduschen: Der eiskalte Kickstarter für Gefäße und Immunsystem

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What is energy all about?
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Der morgendliche Gang unter die Dusche gehört für die meisten Menschen zur festen Routine, um wach zu werden. Doch wer das normale Duschen durch eine jahrhundertealte Methode der Naturheilkunde ersetzt – das Wechselduschen –, tut seiner Gesundheit einen riesigen Gefallen. Begründet durch Pfarrer Sebastian Kneipp, ist die Hydrotherapie ein wahrer Allrounder für den Körper. Obwohl der plötzliche Wechsel von warmem zu eiskaltem Wasser im ersten Moment Überwindung kostet, belohnt uns der Körper danach mit einem unschlagbaren Gefühl von Frische und Energie.

Das Gefäßtraining: Gymnastik für die Adern

Was passiert biologisch, wenn wir warmes und kaltes Wasser abwechseln? Bei warmem Wasser erweitern sich die Blutgefäße im gesamten Körper. Folgt im nächsten Moment der kalte Guss, ziehen sich die Gefäße blitzartig zusammen. Man nennt diesen Vorgang auch „Gefäßgymnastik“.

Dieses rhythmische Erweitern und Verengen stärkt die Elastizität der Adern und kurbelt die Durchblutung massiv an. Davon profitiert das gesamte Herz-Kreislauf-System. Menschen, die unter chronisch kalten Händen und Füßen oder unter niedrigem Blutdruck leiden, spüren durch regelmäßige Wechselduschen oft schon nach wenigen Wochen eine deutliche Besserung im Alltag.

Der Immun-Booster aus dem Badezimmer

Neben der Durchblutung profitiert vor allem das Immunsystem von dem thermischen Reiz. Durch den Kälteschock schüttet der Körper kurzfristig Adrenalin und Endorphine aus. Das regt die Produktion von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) an, welche die Speerspitze unserer Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien bilden. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig kalt oder wechselwarm duschen, seltener an Erkältungskrankheiten leiden und Infekte schneller überwinden. Zudem strafft der Kältereiz das Bindegewebe und sorgt für eine glatte, gut durchblutete Haut.

Anleitung: So duschen Sie richtig heiß-kalt

Damit die Wechseldusche ihre volle Wirkung entfaltet und das Herz nicht überfordert, sollten Sie sich an die klassische Kneipp-Regel halten: Immer herzfern beginnen.

  • Schritt 1: Duschen Sie zuerst ganz normal warm.
  • Schritt 2: Stellen Sie das Wasser auf kalt. Beginnen Sie am rechten Außenfuß, führen Sie den Strahl langsam am Bein hoch bis zur Hüfte und an der Innenseite wieder hinab. Wiederholen Sie das am linken Bein.
  • Schritt 3: Gehen Sie nun zu den Armen über: Vom rechten Handrücken hoch zur Schulter und an der Innenseite zurück. Dann der linke Arm.
  • Schritt 4: Wenn Sie mutig sind, brausen Sie zum Schluss die Brust, den Bauch und den Rücken ab.
  • Schritt 5: Stellen Sie das Wasser wieder warm und wiederholen Sie den Durchgang. Wichtig: Beenden Sie die Wechseldusche immer mit dem kalten Durchgang, damit sich die Gefäße wieder zusammenziehen. Trocknen Sie sich danach gut ab und bewegen Sie sich etwas, um die Eigenwärme des Körpers anzuregen.