Die Kunst des richtigen Atmens: Wie die Bauchatmung Stress sofort verjagt

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What is energy all about?
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Wir tun es etwa 20.000-mal am Tag, völlig automatisch und ohne darüber nachzudenken: Atmen. Da das Atmen vom vegetativen Nervensystem gesteuert wird, laufen die Lungen im Hintergrund einfach mit. Doch genau hier liegt das Problem. Unter chronischem Alltagsstress, Zeitdruck und durch langes Sitzen im Büro haben die meisten Menschen verlernt, richtig zu atmen. Wir gewöhnen uns eine flache, schnelle Brustatmung an. Das signalisiert dem Körper permanent eine vermeintliche Gefahrensituation und hält den Stresspegel oben. Wer hingegen lernt, wieder bewusst in den Bauch zu atmen, hält den Schlüssel zur sofortigen Entspannung in den Händen.

Die Falle der flachen Brustatmung

Bei anhaltendem Stress schaltet unser Körper evolutionär in den Flucht-oder-Kampf-Modus. Die Atmung wird flach und verlagert sich ausschließlich in den oberen Brustkorb. Das Problem: Viele Menschen befinden sich im modernen Leben in einem dauerhaften Pseudo-Alarmzustand. Durch die flache Atmung wird jedoch nur ein Bruchteil des Lungenvolumens genutzt.

Der Sauerstoffaustausch in den Lungenbläschen ist ineffizient, was zu schnellerer Ermüdung, Konzentrationsstörungen und paradoxerweise zu noch mehr innerer Unruhe führt. Zudem verspannt die Hilfsatemmuskulatur im Hals- und Schulterbereich, was chronische Nackenschmerzen begünstigen kann.

Die Heilkraft der tiefen Bauchatmung (Zwerchfellatmung)

Die Bauchatmung ist die natürliche Form des Atmens, die man perfekt bei schlafenden Babys beobachten kann. Dabei bewegt sich beim Einatmen der Bauch nach außen, da das Zwerchfell – unser wichtigster Atemmuskel – nach unten drückt, um den Lungen maximalen Platz zu bieten.

Die gesundheitlichen Vorteile der Bauchatmung sind enorm:

  • Aktivierung des Vagusnervs: Der tiefe Atemzug drückt das Zwerchfell nach unten und stimuliert den Vagusnerv. Dieser Nerv ist die „Bremse“ unseres Nervensystems. Er senkt innerhalb von Sekunden den Blutdruck und verlangsamt den Herzschlag.
  • Bessere Sauerstoffversorgung: Die unteren Lungenabschnitte sind deutlich besser durchblutet. Das Blut kann mehr Sauerstoff aufnehmen und in die Organe transportieren.
  • Massage für die Organe: Die ständige Auf- und Abbewegung des Zwerchfells massiert die Verdauungsorgane im Bauchraum sanft, was die Darmtätigkeit unterstützt.

Eine einfache Übung für den Alltag

Legen Sie sich flach auf den Rücken oder setzen Sie sich aufrecht hin. Platzieren Sie eine Hand auf Ihrer Brust und die andere auf Ihrem Bauch. Atmen Sie nun tief durch die Nase ein. Versuchen Sie, die Luft so zu lenken, dass sich nur die Hand auf dem Bauch hebt, während die Hand auf der Brust ruhig bleibt. Atmen Sie doppelt so lange durch den leicht geöffneten Mund wieder aus, wie Sie eingeatmet haben. Wiederholen Sie das für zwei Minuten. Sie werden staunen, wie schnell sich ein Gefühl der Ruhe in Ihrem Körper ausbreitet.