Die Ursachen von Kopfschmerzen
Die meisten Menschen haben von Zeit zu Zeit Kopfschmerzen. In der Regel treten diese nur vorübergehend auf und sind meist harmlos. Oft handelt es sich dabei um Spannungskopfschmerzen. Bei leichten Kopfschmerzen können sich Betroffene schnell und effektiv selbst behandeln oder auf natürliche Hausmittel zurückgreifen.
Spannungskopfschmerzen gehören zu den primären Kopfschmerzen. Das bedeutet, dass sie keine spezifische Ursache haben. Sekundäre Kopfschmerzen hingegen haben eine andere Erkrankung als Ursache, zum Beispiel eine Kopfverletzung.
Clusterkopfschmerzen oder Migräne zählen ebenfalls zu den primären Kopfschmerzen. Diese müssen jedoch von Spannungskopfschmerzen unterschieden werden, da Migräne und Clusterkopfschmerzen häufig wiederkehrend auftreten und stärkere Schmerzen verursachen können.
Was hilft gegen Kopfschmerzen?
Hinter Kopfschmerzen steckt häufig ein Flüssigkeitsmangel. Unter Stress trinken viele Menschen zu wenig. Dadurch wird das Blut dickflüssiger und die Sauerstoffversorgung des Gehirns ist nicht ausreichend gewährleistet. Wenn man dann ausreichend Mineral- oder Leitungswasser trinkt, lassen sich stressbedingte Kopfschmerzen oft schnell lindern. Mineralwasser enthält unter anderem Spurenelemente wie Eisen, Kalium, Natrium und Phosphat. Diese fördern den Austausch von Neurotransmittern. Um Kopfschmerzen zu lindern, sollte die Trinkmenge auf bis zu drei Liter erhöht werden. Dies ergab auch eine amerikanische Studie mit 20.000 Teilnehmern. Wer viel trinkt, kann gleichzeitig besser denken.
Pfefferminzöl hilft ebenfalls gegen Kopfschmerzen und wird mehrmals im Abstand von 15 Minuten auf Schläfen und Stirn aufgetragen. Bereits nach etwa 15 Minuten tritt eine deutliche Linderung ein, und nach ungefähr einer Stunde nimmt die Intensität weiter ab. Dieser Effekt beruht auf verschiedenen Inhaltsstoffen der Pfefferminze.
Ein kräftiger Espresso gilt als bewährter Geheimtipp gegen Kopfschmerzen. Schon lange ist bekannt, warum das so ist: Koffein blockiert die Bildung eines bestimmten Enzyms, das für die Freisetzung von Prostaglandinen verantwortlich ist. Diese hormonähnlichen Stoffe sind unter anderem an der Schmerzweiterleitung beteiligt. Daher können auch Cola oder Kaffee helfen. Durch das spezielle Filterverfahren wird beim Espresso das Koffein besonders gut freigesetzt. Zudem ist Espresso magen- und blutdruckfreundlicher.
Eines der ältesten Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist auch der angenehm duftende Lavendel. Die Pflanze kann sogar bei Migräne hilfreich sein, wie eine placebokontrollierte Studie mit Migränepatienten zeigt. Bei leichten Kopfschmerzen wird ein Tee aus Lavendelblüten verwendet. Dazu wird ein Teelöffel mit einer Tasse Wasser übergossen, abgedeckt und etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Dieser Tee wirkt zudem krampflösend und beruhigend.
Lavendelöl, pur angewendet, hat eine stärkere Wirkung. Es sorgt für Entspannung und wirkt schmerzlindernd bei verschiedenen Arten von Kopfschmerzen.
Der Betroffene gibt bei den ersten Anzeichen von Kopfschmerzen einige Tropfen des Öls auf die Oberlippe und atmet anschließend den Duft ein.
Zusätzlich können einige Tropfen Lavendelöl auf ein Tuch gegeben und dieses auf die Stirn gelegt werden. Das verwendete Öl sollte möglichst naturrein und idealerweise aus biologischem Anbau stammen.
Magnesium ist ebenfalls ein vielseitiges Mittel gegen Kopfschmerzen. Das Mineral aktiviert über 300 Enzyme, reguliert Muskelspannung und -entspannung, dämpft die Erregbarkeit der Nerven und beeinflusst die Freisetzung sowie Wirkung körpereigener Hormone. Verschiedene Studien belegen seine Wirksamkeit bei starken Kopfschmerzen. Allerdings ist dafür eine höhere Dosierung erforderlich. Bei einsetzenden Kopfschmerzen kann daher eine Tablette mit 120 bis 240 mg eingenommen oder als Brausetablette im Wasser aufgelöst werden.